Die USA und Großbritannien reagieren wütend auf den wachsenden internationalen Widerstand gegen einen Irak-Krieg. Der britische Premier Tony Blair sprach von einer "unvernünftigen Blockade" einiger Länder im UN-Sicherheitsrat. US-Präsident Bush zeigte sich zornig und frustriert. "Es ist wie die Wiederholung eines schlechten Films und ich habe keine Lust, ihn zu sehen", kommentierte er die Forderung, den Waffeninspektoren mehr Zeit zu geben. Beide Länder betonten, den Irak auch ohne eine UN-Resolution angreifen zu wollen.
USA und Großbritannien sind isoliert
Mit dieser Haltung stehen die USA und Großbritannien aber zunehmend isoliert da. Im Sicherheitsrat schwindet die Mehrheit. Russland, China und - allen voran - Frankreich fordern eine Verlängerung der Waffenkontrollen. Frankreichs Außenminister Dominique de Villepin hatte am Dienstag bereits mit einem Veto Frankeichs gegen eine Kriegsresolution gedroht. Berichten zufolge fordert Paris, die Inspektionen über den 27. Januar hinaus um zwei Monate zu verlängern. Zu diesem Zeitpunkt aber - Ende März - wäre ein Krieg wegen der Hitze im Irak nur noch schwer zu führen.
Deutsche Haltung zum Irak-Krieg - Schröder und Fischer in Zitaten
"Macht Europas im Dienst des Friedens"
Auch der deutsche Kanzler stärkte den Franzosen den Rücken: Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs würden gemeinsam "ihre Kräfte und Initiativen bündeln, um den Frieden zu erhalten, Krieg zu vermeiden und die Sicherheit der Menschen zu gewähren", schreibt Gerhard Schröder in der "Berliner Zeitung". Auch Frankreichs Präsident Jacques Chirac erklärte: "Unser Ziel ist es, die Macht Europas in den Dienst des Friedens zu stellen. Dies begründet unser Vorgehen in Afghanistan und in der Irak-Krise."
Keine Zustimmung Deutschlands im Sicherheitsrat
Zuvor hatte Schröder erstmals öffentlich erklärt, dass Deutschland einem Militärschlag gegen den Irak im UN-Sicherheitsrat nicht zustimmen werde: "Rechnet nicht damit, dass Deutschland einer den Krieg legitimierenden Resolution zustimmt, rechnet nicht damit." Damit trifft der Kanzler offenbar den Nerv der Bevölkerung: In einer Forsa-Umfrage sprachen sich 69 Prozent der Befragten für ein Nein bei einer Entscheidung über einen Militärschlag aus. Weitere 20 Prozent forderten eine Stimmenthaltung.
is von t-online.de
was denkt ihr
Edit: Hab den Topic Namen geendert. *g*
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ich achte aus prinziep nicht auf rechtschrebung oder grammatik im internet *g*
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Gast
Verfasst am: 23.01.2003, 01:15
Zum Glück gibt's so viele Länder, die a) nix daran verdienen und b) ein wenig Ethik aufbringen und eine weitere Viertelmillion Tote verhindern möchten.