Der schnellste Grafikchip der Welt! Verfasst am: 28.11.2002, 14:42
Live aus Las Vegas: Demos & Benchmarks
Als erstes Highlight der COMDEX 2002 lud NVidia in eines der Top-Casinos in Las Vegas, das Bellagio, ein. CEO Jen-Hsun Huang zeigte sich stolz, nach etwa 1.500 Mannjahren Arbeit und 400 Millionen Dollar Entwicklungskosten den NV30 endlich als konkretes Produkt vorzeigen zu können.
Eine pikante Hintergrund-Information zur Namensgebung des Geforce FX gab Huang gleich zu Anfang der Präsentation bekannt: Das "FX" entstammt - wer hätte das gedacht - dem Firmennamen "3dfx". Schließlich hatte man nach der Übernahme von 3dfx auch gleich 130 Mitarbeiter des Ex-Erzfeindes in die eigenen Reihen gestellt; und laut Ex-3dfx-Chef Gary Taroli (Vater des "T-Buffers") haben die Ex-3dfx-Mitarbeiter etwa zur Hälfte der Entwicklungsarbeit des Geforce FX geleistet - ein guter Grund also für eine namentliche Würdigung.
Um die Vorzüge der neuen GPU-Generation gleich zu visualisieren, kamen neben beeindruckenden NVidia-eigenen Demos auch die Spiele-Entwickler von Command & Conquer III, Unreal II und Everquest II mit ihren Demonstrationen zum Zuge - allesamt mit so noch nicht dagewesenen, super-detaillierten und absolut flüssigen 3D-Animationen.
Damit aber die ganze Theorie von der "ersten völlig frei programmierbaren GPU" und vom "größten Entwicklungssprung, den NVidia jemals gemacht hat", den konkreten Nutzen des Geforce FX nicht in allzu weite Ferne rückt, wurden mitten in die Demonstration kurz auch mal ein paar handfeste Benchmarks gemischt. Damit steht fest: NVidias bisheriges Flaggschiff Geforce4-Ti-4600 ist Anfang nächsten Jahres höchstens noch ein Einsteigermodell. Andersherum ausgedrückt: Der Geforce FX ist locker doppelt so schnell - und damit wohl auch von ATIs Radeon 9700 Pro nicht zu stoppen.
hier ein paar benschmarkergebnisse:
Referenzboard - GeForceFX mit DDR-II-Speicher
Ein erstes Referenzboard - bestückt mit dem GeForce-FX-Chip und DDR-II-Speicher von Samsung - wurde von Nvidia auf der Comdex in Las Vegas im laufenden Betrieb gezeigt.
Die AGP-8x-Grafikkarte benötigt - wie auch ATIs Radeon-9700- und 9500-Reihe - eine zusätzliche Strominfusion mittels externem Stecker. Die mit 500 MHz sehr hohe Taktfrequenz der GeForce-FX-GPU erreicht NVidia mit auf 0,13 Mikrometer reduzierten Strukturbreiten und indem der NV30 vollständig mit Kupfer statt Aluminium gefertigt wird. Die einzelnen Transistoren besitzen eine 25 Prozent schnellere Schaltzeit und sind in ihrer Stromaufnahme um 36 Prozent reduziert worden.
DDR-II-Speicher mit über 1 Gigahertz Taktfrequenz
Der DDR-II-Speicher von Samsung läuft laut NVidia mit einer effektiven Taktrate von 1 Gigahertz (2 x 500 MHz). Durch die dramatisch bessere Zykluszeit des DDR-Speichers der zweiten Generation sind sogar Taktraten von über 1 Gigahertz möglich. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Speicherschnittstelle der GeForce-FX-GPU lediglich 128 Bit breit angelegt ist. Demzufolge ergibt sich ein theoretisches Bandbreiten-Limit von 15,6 Gigabyte pro Sekunde (128 Bit = 16 Byte * 1 Ghz dividiert durch 1.024³ Bytes).
Standard-Ausgänge auf der Stirnseite
Auf der Stirnseite der Grafikkarte zeigten sich mit einem VGA-, S-Video- und DVI-I-Ausgang die "üblichen Verdächtigen", um weitere Bildschirm-Geräte an der Grafikkarte andocken zu lassen.
hier ein paar bilder zur karte selbst:
Kinobilder - High-Precision-Color und Intellisample
Ein weiterer in der GeForce-FX-Engine implementierter Bestandteil der DirectX-9-API ist die Farbraumtiefe von 128 Bit im Floating-Point-Format. Der Standard wird auch in Kino-Produktionen (Beispiele sind Monster AG oder Shrek) eingesetzt.
High Precision-Color im Floating Point Format ist fester Bestandteil der CineFX-Engine vom GeForce FX. Das bedeutet, dass sämtliche Vertex und Pixel Shader - sprich die CineFX-Engine - mit einer Farbgenauigkeit von 128 Bit arbeiten. Nvidia lässt dem Entwickler jedoch die Wahl sich auf eine 16-Bit oder 32-Bit-Farbgenauigkeit pro Farbkomponente festzulegen. Bei 16 Bit ergeben sich insgesamt 2^64 darstellbare Farben (jeweils 16 Bit für die R-, G-, B- und Alpha-Komponente), bei einem 128 Bit großen Farbraum verdoppelt sich die Farbgenauigkeit dementsprechend. Das obere Bild, aus dem Spiel Morrowind, veranschaulicht den "Echtheitsgrad" von reflekierendem Wasser.
Intellisample - Jetzt mit 8-fachem Anti-Aliasing
Nvidias GeForce-FX-GPU baut seine Kantenglättungs-Methoden für den Open-GL- und Direct-3D-Bereich weiter aus. Unter Direct-3D gibt's jetzt den 6XS-Modus, was dem 1,5-fachen des bekannten 4XS-Modus entspricht. Dabei ist die Kantenglättung ein Misch-Modus zwischen Multi-Sampling und Super-Sampling. Desweiteren hat Nvidia für beide APIs (Open GL und Direct 3D) ihr bekanntes Supersampling-Verfahren auf einen maximal 8-fachen Wert erhöht. Um die Effizienz weiter zu steigern, stellt der GeForce FX neben einem Z-Kompressionsverfahren (=Tiefeninformation) auch eine verlustfreie 4:1 Farb-Kompression für ihr Anti-Aliasing bereit.
hier ein bild vom Spiel Morrorwind:
Überblick - Spezifikationen und mögliche Preise
Der Grafikchip: Core: GeForce FX (Codename NV30)
Transistoranzahl: 125 Millionen
Gehäuse: Flip-Chip BGA
Herstellungsprozess: Kupfer und 0,13 Mikrometer
Taktrate: 500 MHz
Schnittstelle: AGP-8x
Speicheranbindung: 128 Bit
Maximale Verarbeitungsgeschwindigkeit: 8 Pixel pro Taktzyklus, 16
Die 3D-Features: API: DirectX-9-kompatibel, Open GL 1.3
Light Speed Memory Architecture III: Für die Bandbreiten-Optimierung (vor allem Z-Koordinaten-Berechnung) zuständig.
Intellisample: maximal 8-faches Anti-Aliasing, dazu unter Direct-3D eine Mischform aus Multi- und Supersampling (6XS-Kantenglättung), 128 TAP Anisotropisches Filtering
High-Precision-Floating-Point-Color: 64 oder 128 Bit Farbgenauigkeit
Frame Buffer Post-Processing Effects: Automatische Gamma-Korrektur in Spielen und Anwendungen, um für das aktuelle Pixel den korrekten Helligkeitswert zu berechnen.
Weitere Besonderheiten: Vertex- und Geometrie Displacement Mapping, Shadow Buffer, Procedural Shading
Die 2D-Features: Digital Vibrance Conrol: Für eine exakte Farbtrennung (R,G,B), Intensität und Schärfe, im Treiber integriert
RAMDACs: Zwei à 400 Megahertz
TwinView, Dual Ausgang für zwei unabhängige Bildschirme
MPEG2-Beschleunigung: Motion Compensation und IDCT (invers diskrete Cosinus Transformation)
Preise für GeForce-FX-Karten: Über den Endkunden-Preis herrscht noch Ungewissheit. Uns vorliegende Quellen sprechen von amerikanischen Straßenpreisen, die bei etwa 370 US-Dollar liegen. Für den europäischen Markt würde dies einem angepeilten Enkundenpreis von knapp über 400 Euro entsprechen. Damit wäre man zum jetzigen Zeitpunkt sogar etwas günstiger als Grafikkarten auf Basis des ATI Radeon 9700 Pro.
Quelle: chip.de
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Gast
Verfasst am: 28.11.2002, 16:01
jo fettes teil auf jeden fall, aber leider immer noch nicht perfekt
Gast
Verfasst am: 28.11.2002, 18:19
Trotz allem, da sehe ich mal wieder schwarze Zeiten auf ATi zukommen...
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Gast
Verfasst am: 28.11.2002, 18:50
naja, ati wird schon bald wieder nachlegen können... ausserdem hatte ati ja auch lange genug die performance krone
Gast
Verfasst am: 29.11.2002, 07:32
Quote: naja, ati wird schon bald wieder nachlegen können... ausserdem hatte ati ja auch lange genug die performance krone
Das halte ich für ein Gerücht! Wann soll ATi mal längere Zeit die Performance-Krone gehabt haben? Jetzt mal 2,3 Monate mit der Radeon 9700 Pro, davor war der Ti4600 ungeschlagen. Nich mal ATi's Flagschiff Radeon 8500 konnte nVidia's kleinster Ti (der 4200er) gefährlich werden. Von den extrem unterschiedlichen Übertaktungserfolgen bei den Boards will ich gar nicht erst reden...
Und das schönste an der ganzen Geschichte ist ja das zur Hälfte die Jungs von 3dFx ihre Finger im Spiel haben...
Gast
Verfasst am: 29.11.2002, 19:27
Ich sach einfach nur goiles Teil.
Haben will!
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Wenn es nicht funzt dann bastel solange daran rum bis funzt
Gast
Verfasst am: 30.11.2002, 18:31
Hey bei der Giga Projekt 26 Show konnte man die Geforce FX mal in Aktion sehen.Sh** nu bin ich noch heißer auf das Teil. Besonders gut fand ich die Dawn Demo.Werd mal sehen ob ich davon mal eine AVI Datei finde.
Wenn es nicht funzt dann bastel solange daran rum bis funzt
Gast
Verfasst am: 30.11.2002, 23:08
die von ATI Tech. haben echt immer die Ars**karte gezogen. Die bringen eine kurze Zeit einen echten High End Chip raus und nicht viel später zieht nVidia mit voller Geschwindigkeit an ATI vorbei....
Naja, auf jeden fall: Die GeForce FX gefällt mir, besonders der Kupferkühler, was ja bei Grafikkarten nicht so oft zum einsatz kommt.
greetings, Sulley...
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"I´ll never look back, I´ve got no regrets
´Cause time doesn´t wait for me
I choose to go my own way" - Sonic the Hedgehog
Gast
Verfasst am: 30.11.2002, 23:13
also noch was zu ATI: Die RADEON Karten sind eigentlich wirklich toll. Ich hatte mal eine RADEOn und diverse andere Karten. Ich bin immer zufrieden gewesen mit ATI (außer vor einigen Jahren, da war ATI sowas von auf dem "Billig-Chip-Trip", ich sag nur "Rage 128"). Also die 9700er ist nach wie vor noch Klasse. Und wer kann den bitte eine richtige GeForce FX bezahlen? Für die Normalverdienenden kommt sowieso wieder nur eine billige Variante in Frage. Hoffentlich wird die 9700er billiger, das wäre gut
bis denne, Sulley...
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Gast
Verfasst am: 01.12.2002, 08:51
Hier mal ein paar Links zu den Movies wo die Geforce FX mal was zeigt,die Quali geht noch:
Projekt26 GeforceFX in Action:
h**p://www.giga.de/help/helpnite/grafik2.wmv
Toys Demo ca 4.5 MB:
h**p://download.watch.impress.co.jp/pc/2002/1120/kaigai1_2.mpg
Timemachine Demo ca 3 MB:
h**p://download.watch.impress.co.jp/pc/2002/1120/kaigai1_1.mpg
Dawn Demo ca 6 MB:
h**p://download.watch.impress.co.jp/pc/2002/1120/kaigai1_3.mpg
Wenn es nicht funzt dann bastel solange daran rum bis funzt
Gast
Verfasst am: 01.12.2002, 23:01
naja, ich sag mal, es wird immer der der beste sein, der die aktuellste karte hat. vom design perfekt sind beide karten nicht würd mir aber zur zeit niemals ne ati karte holen, weil die treiber von ati einfach kacke sind, das war schon immer die stärke von nvidia. so lang sich da nix ändert, wird nvidia wohl die nr.1 bleiben.
Gast
Verfasst am: 02.12.2002, 15:48
Ich glaub woll eher das Ati sich nicht nur in Richtung Treiber verbessern muss.Ich kann mich da an Zeiten erinnern wo die Technik von denen besser war als die der Konkurenz.Nur das schafft Ati im Moment nicht mehr.Ganz davon mal abgesehen das Nvidia sich die Leute von 3DFX an Land gezogen hatte beim Einkauf der Firma.Nun ist ja woll verständlich das Nvidia dadurch einen gewaltigen Vorsprung hat in den Segment.Wenn mann mal zurückdenkt war ja 3DFX auch mal eine Ikone im Grakaland.Da kann ja nur gutes rauskommen.
Aber mal sehen vielleicht überascht uns ja Ati im nächsten Jahr mal mit der über Hammer GPU.Wer weiß schon was die Hersteller in ihren Kellern alles am entwickeln sind.
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Gast
Verfasst am: 02.12.2002, 17:02
du kannst idch an zeiten erinnern, an denen die technik von ati besser war als die der konkurenz? ich nicht *fg*
aber mal ernsthaft, die technik von der 9700pro war doch jetzt ein paar monate lang technisch das beste, was es im consumer markt gab. und mit dem 256bit speicher controller hat ati da theoretisch immer noch die nase vorn, auch wenn dieser weniger effizient ist als der alte 128bit controller. vielleicht hätten sie den 8fach unterteilen sollen naja und anscheinend hat nvidia ja die dummen 3dfx mitarbeiter übernommen, oder warum ist eine der paradedisziplinen von 3dfx (fsaa) bei nvidia immer noch nicht so gut und schnell wie damals bei 3dfx? also in sachen bildquali kommt auch der geforcefx nicht an die 3dfx karten ran.