Unterschiede zwischen FAT16 und FAT32 Verfasst am: 21.02.2009, 11:14
Das am meisten verbreitete Betriebssystem für PCs, DOS (Disk Operating System), kann nur eine begrenzte Anzahl von Zuordnungseinheiten (Clustern) auf einer Festplatte oder Partition verwalten. Deshalb besteht eine direkte Relation zwischen der Größe einer Festplatte oder Partition und der Größe der Zuordnungseinheiten darauf Die Größe jeder einzelnen Zuordnungseinheit wächst mit der Größe der Festplatte.
Unter DOS und seinem Dateisystem FAT (File Allocation Table), auf dem auch modernere Systeme wie Windows 3-x, Windows 95 und Windows 98 aufbauen, verbraucht jede gespeicherte Datei überdies mindestens eine Zuordnungseinheit.
Bei heute üblichen Festplattengrößen ab mindestens ein bis zwei Gigabyte, häufig ja auch weit mehr, nimmt jede Zuordnungseinheit 32 Kilobytes ein, das heißt: Jede kleine Datei von wenigen Bytes verbraucht den Speicherplatz von fast 33000 Byte (ein Kilobyte ist gleich 1024 Byte). Im Durchschnitt werden bei diesen Plattengrößen etwa 40 Prozent des Speicherplatzes vergeudet.
Die einzige Möglichkeit für den Anwender, den physikalischen DOS. Beschränkungen ein Schnippchen zu schlagen war bis vor kurzem die Unterteilung der Festplatte in kleinere Einheiten, die wiederum kleinere Zuordnungseinheiten haben und dadurch mehr Dateien speichern können-
Ein weiterer Nachteil des DOS-Dateisystems FAT ist, dass es nur Festplattenpartitionen von gut zwei Gigabytes Größe verwalten kann. Eine heutzutage nicht mehr seltene Festplatte von 8 Gigabytes oder noch mehr
muss also in mindestens vier Partitionen mit jeweils 2 Gigabytes aufgeteilt werden, damit DOS überhaupt damit umgehen kann. Bei diesen Festplattengrößen ist das gänzlich unpraktikabel.
Seit der OEM-Service Release 2 von Windows 95, besser bekannt als Windows 95B, gibt es eine erweiterte Version des FAT-Dateisystems namens FAT 32. Das Dateisystem FAT 32 lässt mit seiner geringeren Größe der Zuordnungseinheiten von in der Regel 4 Kilobytes sowohl das Platzargument weit in den Hintergrund rücken als auch die Beschränkung auf Partitions. größen von zwei Gigabytes vergessen. FAT 32 unterstützt Laufwerke von einer Größe bis zu 2 Terabytes, das sind etwa 2-000 Gigabytes.
FAT 32 kann über 4 Milliarden Festplatteneinträge verwalten. FAT 16 kann demgegenüber nur 65536 Festplatteneinträge verwalten. Das bedeutet, mit FAT 32 wächst die Größe der Zuordnungseinheiten nicht mehr mit Größe der Festplatte. Unter FAT 32 haben Festplatten, die heute im Han. del sind, eine einheitlich Clustergröße von 4 KB, während FAT 16 ab einem Megabyte Festplattengröße Zuordnungseinheiten von je 32 KB hat. Durch FAT 32 wird der enorme Verschnitt an ungenutztem Platz auf größeren FAT 16-Platten ohne Partitionierung vermieden. _________________